Die Vierbeiner


"Seelenhunde hat sie jemand genannt - jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege. Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen." (Autor mir nicht bekannt)



Cara


„Wer immer sagte, Glück kann man nicht kaufen, vergaß Hundebabies“ (G.Hill)


Border Collie (03.12.2001 - 11.10.2012) - Die Rudelchefin

Mia Cara – der einzige Züchterhund (von der fränkischen Alp) in meinem Rudel. Traumborder mit allen Vorzügen und Nachteilen, die diese Rasse mit sich bringt. Mit ihr habe ich mich am meisten mitentwickelt, sie hat mich am meisten gefordert – aber auf sie kann ich mich seit Jahren 100%ig verlassen. Den Großteil des Tages erlebe ich sie als souveräne Rudelführerin, was den einzelnen auserlesenen, herzhaften Spielsequenzen mit einem der Jungspunde einen besonderen Charme verleiht.

Große Leidenschaft: "ihr" Rudel, Schafe scheuchen



Billie-Lotta


„Die größte Liebe ist die einer Mutter, dann kommt die Liebe des Hundes und dann die eines Schatzes.“
– Sprichwort –


Labrapudel (geb. 2003 - 22.08.2015) - Die Gouvernante

Billie – Exilkroatin – kümmert sich ehrenamtlich um alle Neuzugänge. Hierzu gehören kurze Einführungskurse ins Hauptsche Regelwerk, ebenso wie eine ausführliche Haus- und Hofführung der strategisch wichtigen Orte: Essensausgabe, Hunde-WC, Wachturm, Fernsehzimmer (Lieblingssendung: „Seapigs hinter Gittern“). Sie übernimmt diese Aufgabe verantwortungsvoll und wacht über ihre Schützlinge - ganz besonders über „ihren“ Lukas. Hauptberuflich ist Billie als Therapiehund tätig – eine Arbeit, die ihr nicht nur wegen des guten Kantinenessens große Freude bereitet.

Hobbies: essen, schlemmen, naschen, spachteln, mampfen, ESSEN


Choise


„Blessed is the person who has earned the love of an old dog“ (S. J. Seward)


Border Collie (November 1994 - 05.06.2015) – der Rudelsenior(chef)

Choise kommt aus dem TH Weiden. Er verbrachte zuvor unendlich viele Jahre in einem Zwinger  bei sehr schlechter Haltung. Es sah nicht gut für ihn aus, als er beim ersten Vermittlungsversuch seinen zukünftigen Besitzer biss.  Auch bei uns zeigte sich ein handfestes (später nachvollziehbares) Angst-aggressionsproblem, dass bei Einbruch der Dunkelheit begann und morgens verschwand. Für einen langen Zeitraum war er ein Hund mit zwei Gesichtern.
Ohne jegliche Sozialisierung war auch das Leben außerhalb unserer vier Wände anfänglich sehr aufregend – andere Rüden, Auto fahren, an der Leine gehen – alles Stress. Für einige Jahre hat sich vieles verbessern lassen, jetzt im Alter kommen manche Macken wieder. Im Rudel ist er jedoch ein unkomplizierter, toleranter, den Mädchen gegenüber sehr charmanter alter Herr, der mittlerweile für sein Leben gerne kuschelt.

Hobbies: Frauchen austricksen (...ich habe leider keine Ahnung, wo ich meinen Ball hingelegt habe, aber ich brauche ihn...jetzt...dringend...), der Nase nachjagen, nur ja kein Leckerchen verpassen, herzhaft schnarchen


Rico


„Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“
(A. Einstein)


Border Collie, geb.2003 – Caras Schatten

 Trico-Rico – ebenfalls Notfallborder – ist eine wunderschöne „Bordermogelpackung“ – (nur) außen Border, innen Collie. Rico kann genetisch mit Schafen und Co leider gar nichts anfangen. Nachdem er sich ansonsten für Vieles begeistern lässt und seine Auffassungsgabe und Umsetzungsfähigkeit Erfolge schnell herbeiführen – habe ich mit ihm etliches Alternativprogramm ausprobiert. In Trainingsstunden viel besonders seine Flexibilität mit anderen Menschen zu arbeiten auf und hier vor allem auch die freudige Zusammenarbeit mit Kindern. Entscheidende Faktoren, die seinen Weg in den Therapiehundebereich ebneten. 
In seiner Freizeit sind er und Cara unzertrennlich – für andere Mädels hat er nur Augen, wenn seine große Liebe nicht dabei ist.

Hobbies: in Caras Windschatten laufen, ganz schön schauen und Frauchen dabei frech anbellen, Bälle zersabbern



Neo


„Es ist eine Schande – oder einfach nur traurig: die Größe einer Nation erkennt man daran, wie sie ihre Tiere behandelt.“ (M. Gandhi)


BC/DSH, (11.11.2005 - 22.07.2013) – der geborene Therapiehund

Neo kam zur Vermittlung zu uns, als man in seinem alten Zuhause keine Zeit mehr für ihn fand. Antrainiert hatte er sich in dieser Phase leider schon, wie er selbständig der Langeweile entkommen kann – und so stellen Zäune (selbst mit 2m Höhe) leider kein Hindernis für ihn dar. Als er das zweite Mal aus seinem zukünftigen Zuhause ausbrach, 14 km weit lief und wieder bei uns anklopfte, ließen wir „Lassie“ herein und er durfte bleiben. Neo ist für jeden Job (außer zum Hüten) zu haben, Hauptsache er kann etwas tun. Nach bestandener Begleithundeausbildung war er bestimmt dazu, sich im Klinikalltag zu erproben und hier zeigte sich eine besondere Fähigkeit: er hat eine wahre Gabe auf Menschen zuzugehen, Kontakt aufzunehmen und zum Streicheln oder Spielen aufzufordern! Für mich ist er bei tiergestützten, therapeutischen Aktivitäten unersetzlich – was auch seine Fangemeinde in der Klinik wiederspiegelt.

Hobbies: Bälle fangen, Bälle tragen, Bälle bringen, Bällen nachjagen,...



Lukas


„Glücklich, wer das, was er liebt, auch wagt, mit Mut zu beschützen.“ (Ovid)


 BC/Berner (9.9.2006 - 23.11.2012) – freakige Supernase

Luke „Skywalker“ (der erst in der Pubertät zu LukAS wurde) war ein Flaschenwelpe, der ohne Gesa Kuhns unermüdlichem Zutun nicht auf unserem Stern verweilen würde. Den Schatz habe ich mit 4 Stunden Lebensalter kennen gelernt und es war Liebe auf den ersten Blick! Klein-Luke wuchs wohlbehütet im Hauptschen Rudel auf, Gouvernantchen Billie immer an seiner Seite. Außer sehr früh aufgetretenen Prügeleien sexueller Natur, ist der Große eher ein Spätentwickler. Bei ihm werde ich sehr für das frühe Üben des Tauschprinzips belohnt: Die Spürnase findet Aas, Fisch und Co. blitzschnell und apportiert es mit Leidenschaft um zu tauschen (was nicht immer nur Freudentaumel bei mir auslöst...). Seinen Job auf Lebenszeit hat er sich damit selber ausgesucht: Lukas wird ein Suchhund (definiertes "Material", Man- & Dogtrail).

Hobbies: die Frauen dieser Welt glücklich machen (egal ob zwei- oder vierbeinig), mit Freundin Lassa um die Wette laufen, immer der Erste sein, egal ob Auto-, Haus- oder Kühlschranktür



Bilbo und Cuba


„Irgendwo wird es immer einen kleinen, verlorenen Hund geben. Und der wird mich davon abhalten glücklich zu sein.“ (J. Anoilh)


Bilbo (01.01.2003 - 15.05.2013 ) und Cuba (Terriermix, geb. 2004) – Bilbo, der erste griechische Häuptling und sein SCHATZ!

Auf Bilbo wurde ich aufmerksam gemacht  – als ich eigentlich für eine Bekannte auf der Suche nach einem Glücks-Hund war. Was mich bei Bilbo, der zu diesem Zeitpunkt noch Eros hieß, so sehr ansprach, war sein tapferer Blick. Bilbo wurde angeschossen, überlebte dies und wurde deshalb überfahren. Seinen linken Vorderfuß hat er eingebüßt, das linke Becken, die Schulter sind lädiert, der kleine Körper voller Schrot & Kugeln, eine davon sitzt auf dem Blasenstrang. Seine Blutwerte erschreckend, Ehrlichiose...

Er kam um in Frieden zu gehen und er lebte - mit einem Lebenswillen der unglaublich lehrreich war.

Hobbies: Grashalmbummel mit viel schnüffeln & markieren, Feindschaften am Zaun pflegen, seiner geliebten Cuba die große weite Welt erklären

„In Freiheit leben heißt erst leben.“ (K. W. Ramler)

Cuba befindet sich auf einem ewigen Weg zurück in ein echtes Hundeleben. Ihre ersten Jahre verbrachte sie in einer Wohnung oder Balkon, von dem sie rausgeschmissen wurde, als irgendein Rüde sie erfolgreich gedeckt hatte. Hochträchtig, nicht sozialisiert landete sie auf den Strassen einer griechischen Großstadt – was sie dort erlebt haben muss, muss fürchterlich gewesen sein. Ein Augenlid ist halbiert, die Ohren vernarbt, die Haut eine niederlagenreiche Landkarte, das Seelchen schwer zerstört.
In Bilbo hatte sie einen Verbündeten gefunden, einen Freund und Helfer. Die Zwei stützten sich gegenseitig - ein geschundener Körper und eine zerschlagene Seele - zwei Herzen in einem Rhythmus!

Hobbies: "my couch is my castle", extremkuscheln, ihre Nase unter Bilbos Hinkebein verstecken, in Mäuselöcher pusten



„Hunde geben Zuneigung ohne Ambivalenz, ein schlichtes Leben, welches frei ist von den fast unerträglichen Zivilisationskonflikten, die Schönheit einer Existenz, die in sich selbst ruht.“ (S. Freud)